Fragen und Antoworten

Warum ist Solarstrom die Zukunft?

Die Idee Strom für den eigenen Haushalt herzustellen, ist nicht neu, aber vor dem Hintergrund steigender Strompreise, der Klimaerwärmung und voranschreitender Umweltverschmutzung durch Gewinnung und Verwendung fossiler Brennstoffe steht vor allem der Solarstrom im Fokus vieler Pläne zur Veränderung der Energieerzeugung in Deutschland.

  • Bezahlbare Energie
  • Mehr Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen

Die seit Jahren steigenden Strompreise werden mehr und mehr zur Belastung für die Haushalte. In den letzten 10 Jahren stiegen die Strompreise für Privathaushalte um über 70%. Die Abhängigkeit von wenigen großen Energieversorgern macht eine Einsparung bei den Stromkosten zudem schwierig.

Mit einer eigenen Solarstromanlage können Haushalte ihre Stromkosten hingegen stabilisieren, da der Preis für den selbst erzeugten Solarstrom nicht steigt.

Mit dem Einsatz einer Solarstromanlage können Sie zweifach profitieren:

  • Netzeinspeisung: Ihre Erträge werden dem Stromnetz zugeführt und mit einer Einspeisevergütung durch Ihren Energieversorger verrechnet.
  • Eigennutzung: Sie verwenden die gewonnene Energie direkt für Ihren eigenen Verbrauch. Energie, die zu viel ist und nicht genutzt wird, wird in das Netz des Energie-Versorgungs-Unternehmen (EVU) gespeist und entsprechend vergütet.

Nicht verbrauchten Strom speisen Sie weiterhin ins Stromnetz ein. Ob Sie sich für eine oder beide Möglichkeiten entscheiden. Mit einer langlebigen und gewinnbringenden Solarstromanlage gehen Sie sicher in die Zukunft.

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie.

Dies geschieht mittels Solarzellen, die aus zwei Siliziumschichten (positiv und negativ dotiert) bestehen und unter Zufuhr von Wärme und Licht elektrisch leitfähig werden.

Bei Sonneneinstrahlung beginnen die Solarzellen, die in Moduleinheiten hintereinandergeschaltet werden, elektrische Spannung zu produzieren und es entsteht Gleichstrom. Dieser fließt in den Wechselrichter, wo er in 230-Volt/50-Hz-Wechselstrom verwandelt wird.

Über den Einspeisezähler werden Ihre Stromerträge erfasst und direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Vergütung erfolgt nach den Festlegungen im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

durch den Energieversorger bzw. Netzbetreiber. Bei der Eigennutzung gelangt Ihr Strom über einen Zweirichtungszähler direkt in Ihren Haushalt.

Lohnt sich Photovoltaik auch noch nach gesunkener Vergütung?

Trotz Kürzung der Solarförderung lässt sich diese Frage für viele private Hausbesitzer weiterhin mit ja beantworten. Die Einspeisevergütung für Anlagen, die seit dem 1. Juli 2015 in Betrieb genommen wurden, liegt unter 12,37 Cent je Kilowattstunde und damit unter dem Preis, den ein Verbraucher für den Strom seines Energieversorgers zahlt. Je nach Tarif und Anbieter werden aktuell zwischen 27 und 29 Cent/kWh gezahlt. Der Selbstverbrauch des erzeugten Solarstroms wird damit lukrativer. Zusätzlich zur gesunkenen Einspeisevergütung fällt der Preis für Photovoltaikanlagen. Schon heute stellen in diesem Zusammenhang Solarstromspeicher, um den Solarstrom, der in der sonnenreichen Zeit produziert wird, für die sonnenärmeren Sunden speichern zu können, eine Absicherung gegen steigende Strompreise dar.

Wie funktioniert eine Solarstromanlage?

Die Elektrik der Solarstromanlage ist vom Hausnetz komplett getrennt. Der Strom vom Solargenerator (auf dem Dach) wird vom Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt. Über eine eigene Leitung wird der Strom in den Keller geführt und dort über einen eigenen Zähler in das öffentliche Stromnetz geleitet.

Wie funktioniert ein Solarmodul?

In einem Solarmodul werden die Solarzellen (i.d.R. 36 Stück) in Reihe zusammengeschaltet. Eine Solarzelle hat eine Spannung von 0,5 Volt und einen Strom von 3-7 Ampere (je nach Größe). Schaltet man die Zellen hintereinander, ergeben sich eine Modulspannung von 18 Volt und ein Strom von 3-7 Ampere.

Was bedeutet Kilowatt-Peak (KWp)? Peak (englisch: Spitze)

Die Angabe KWp ist also nichts anderes als die Spitzenleistung Ihrer PV-Anlage unter Referenzbedingungen. Eine Sonneneinstrahlung von 1000 Watt/m² und 25°C in den Solarzellen. Man bezeichnet diese Umgebungsparameter auch als die Standardtestbedingung. Ein dritter physikalischer Parameter kommt hier noch mit ins Spiel – er behandelt die Ablenkung der Lichtstrahlen während sie unsere Erdatmosphäre durchwandern.

Welche Größe sollte eine Photovoltaikanlage haben?

Wir raten zu einer Mindestgröße von ca. 2000 Watt = 15 qm. Das Preis/Leistungsverhältnis ist ab dieser Leistungsgröße gut. Eine optimal ausgerichtete 1000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt im Jahr zwischen 950-1100 kWh.

Ein 4 Personen Haushalt verbraucht im Jahr ca. 4500 kWh.

Eine 4000 Watt Photovoltaikanlage erzeugt den Jahresverbrauch eines 4 Personen Haushaltes.

Mit welcher Lebensdauer ist bei Solarstromanlagen zu rechnen?

Mit den EEG-Vergütungssätzen ist ein Einspeisetarif für 20 Jahre garantiert. Die Lebensdauer moderner Solarstromanlagen ist jedoch i.d.R. deutlich länger. So kann ein Qualitätsmodul über 35 Jahre hinweg und länger gute Stromerträge erzielen. Viele Anlagen arbeiten seit Jahrzehnten fehlerfrei. Insgesamt sinkt die Ausbeute zwar Jahr für Jahr leicht, allerdings stellten

Langzeitstudien fest, dass gute Module auch nach 25 Jahren noch bei einer Energieausbeute von weit über 80 Prozent ihrer Nennleistung liegen. Was zählt, ist Qualität.

Grundsätzlich ist eine Solarstromanlage sehr störungs- und wartungsarm. Nur bei den Wechselrichtern ist in der Regel nach ungefähr 10 Jahren ein Austausch nötig.

Bei uns scheint doch gar nicht so häufig die Sonne – lohnt sich Solarstrom überhaupt?

Solarstromanlagen rechnen sich bundesweit: Pro Quadratmeter genießt Deutschland bis zu 1.200 Kilowattstunden Sonnenenergie jährlich. Auch bei diffusem Licht, d. h. ohne direkten Sonnenschein, erwirtschaften die Solarstromanlagen noch gute Erträge.

Auf vielen Dächern rechnen sich Solarstromanlagen – egal ob Flach- oder Schrägdach. In Deutschland erzielen selbst Anlagen mit einer Dachausrichtung in Richtung West oder Ost gute Renditen. Eine Süd-Ost-Ausgerichtete Anlage nutzt bei 40 Grad Neigung über 95 % der Sonnenenergie. Eine Anlage in Südausrichtung und einer 30 Grad Neigung nutzt 100 % der Sonnenkraft.

Gibt es Speicherlösungen für Photovoltaikstrom?

Sonne auf Abruf – Die Energiewende für ihr Eigenheim

Unabhängigkeit bei der Energieversorgung wird angesichts stark steigender Strompreise immer wichtiger. Vor allem Eigenheimbesitzer wollen durch eine PV-Anlage selbstbestimmt und in Einklang mit der Umwelt ihre Energieversorgung steuern. Unsere Speicherlösungen machen Energie jederzeit abrufbar.

  • Modernste, hocheffiziente Lithium-Ionen Technik
  • Höchste Sicherheitsstandards
  • Modularer Aufbau, erweiterungsfähig
  • Für Neuanlagen und zur Nachrüstung

Lohnt sich ein Solarstromspeicher?

Mit einem Komplettsystem PV Anlage mit Speicher erhöhen Sie ihren Eigenstromanteil und erreichen einen Autarkiegrad bis >80%, das heißt Sie produzieren und verbrauchen 80% des benötigten Stroms selbst und beziehen den zusätzlich benötigten Strom vom Versorger. Durch die zu erwartenden Strompreissteigerungen in den nächsten Jahren sparen Sie mit jeder kWh Photovoltaikstrom Energiekosten ein, werden über einen langen Zeitraum unabhängiger uns Sie sind auf dem neuesten Stand der Technik.

Warum sind Stromspeicher in Kombination mit Photovoltaikanlagen sinnvoll?

Stromspeicher helfen dabei, mehr Solarstrom am Ort seiner Erzeugung zu verbrauchen. Das erhöht zum einen die Unabhängigkeit des Anlagenbetreibers vom Energieversorger. Andererseits werden dadurch die Stromnetze entlastet, so dass insgesamt mehr Photovoltaikleistung in Deutschland zugebaut werden kann. Speicher können außerdem dazu beitragen eine gleichmäßige Spannung und Frequenz im Stromnetz zu erhalten, indem sie Regelleistung bereitstellen und weitere wichtige Aufgaben des Netzmanagement übernehmen.

Warum wird die Investition in ein Speichersystem ab sofort bezuschusst?

Eine Umfrage des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) zeigt, dass jeder zweite Solaranlagen-Betreiber, der bereits eine Solaranlage besitzt oder den Kauf einer Solaranlage plant, grundsätzlich dazu bereit wäre, ein zusätzliches Speichersystem zu installieren. 94 Prozent der Interessenten geben allerdings an, die hohen Investitionskosten für ein Speichersystem als Haupthindernis für dessen Anschaffung zu betrachten, weshalb viele bislang noch mit der Investition zögern. Um diese Hürde zu überwinden, hat sich die Regierung für eine finanzielle

Unterstützung bei der Anschaffung eines Speichersystems entschieden. Die Förderung soll nur so lange erhalten bleiben, bis die Preise für Speichersysteme durch Massenproduktion und technische Innovationen günstig genug geworden sind, um auch ohne Förderung für Investoren interessant zu sein.

Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Das KfW-Programm Erneuerbare Energien “Speicher” unterstützt die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage, die an das elektrische Netz angeschlossen ist, durch zinsgünstige Darlehen der KfW und durch Tilgungszuschüsse, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanziert werden.

Mit diesem Programm soll die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen angeregt werden. Die geförderten Systeme leisten einen Betrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen in das Stromnetz.

Wie wirtschaftlich ist es für mich, mein eigener Stromproduzent zu sein?

Mit Solarstrom lässt sich eine höhere Rendite als bei jeder klassischen Geldanlage erzielen. Die Einspeisevergütung ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für 20 Jahre garantiert. So erhalten Sie von Ihrem Netzbetreiber für Solarstrom bares Geld, wenn Sie selbst erzeugten Strom ins Stromnetz einspeisen.

Mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihren Eigenstromanteil steigern und erhöhen so den Ertrag Ihrer Solarstromanlage. Ziel ist, möglichst viel des auf dem Dach erzeugten Stroms, selbst zu nutzen. Ein Eigenstromanteil von 30 % lässt sich in den meisten Fällen ohne zusätzliche Maßnahmen erreichen. Durch gezieltes Einschalten von Verbrauchsgeräten können Sie auf 60 % Eigenstrom kommen.

Wie kann ich eine Finanzierung gestalten?

Eine Solaranlage kann, wenn nicht durch Eigenmittel, über einen Bausparvertrag oder ein Bankdarlehen finanziert werden. Viele Kreditinstitute bieten Sonderkredite für den Kauf einer Solaranlage an. So zum Beispiel die KfW Bankengruppe: Sie vergibt zinsgünstige Kredite und unterstützt die Anschaffung mit zinsvergünstigten Darlehen, die bis zu 100 Prozent der Anschaffungskosten abdecken dürfen. Den Antrag für ein KfW-Darlehen können Sie über Ihre Hausbank stellen. Da mehrere Banken die Möglichkeit eines Solarkredites anbieten, lohnt ein näherer Vergleich der Konditionen. Auch die Umweltbank, die Deutsche Kreditbank (DKB) oder die GLS Bank bieten Solarkredite an.

Welche Fördermittel kann ich nutzen?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert eine Vergütung des ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstroms über die nächsten 20 Jahre hinweg. Alle Informationen über die aktuellen Einspeisevergütungen finden Sie hier.

Wie können Solarstromanlagen finanziert werden? KfW Bank

Die Zinsen sehen Sie auf den Webseiten der Banken (z.B. www.kfw.de). Bitte fragen Sie auch Ihre Hausbank, da gegenüber der Zeit vor einigen Jahren mittlerweile viele Banken die Einfachheit der Finanzierung von PV-Anlagen endlich erkannt haben. Solange die PV-Anlage läuft, besteht für die Bank nahezu kein Risiko, da das Darlehen durch den Stromertrag getilgt wird.

Sinnvoll sind Angebote, bei denen keine Grundschuld verlangt wird. Bis 25.000 € bieten auch das mehrere Banken an.

Wie viel Geld spare ich?

Sie produzieren Ihren Strom für etwa 10 Cent pro KW/h. Bei Ihrem Stromanbieter zahlen Sie vermutlich derzeit etwa 26 Cent je KW/h. Sie können bis zu 70% Ihres Bedarfs mit Eigenstrom decken, die restlichen 30% kaufen Sie nach wie vor von Ihrem Stromanbieter. Pro 1.000 KW/h sparen Sie in diesem Fall also etwa 110 EUR. Und mit jeder Preiserhöhung der Konzerne sparen Sie mehr.

Ist die Einspeisevergütung (Förderung) in der jetzigen Höhe auf absehbare Zeit gesichert?

Um ein häufiges Missverständnis aufzuklären: Die Einspeisevergütung ist keine Förderung, sondern ein durch den Gesetzgeber garantierter Verkaufspreis für eingespeisten Strom aus erneuerbarer Energie.

Laut EEG ist der Zeitpunkt der Inbetriebsetzung einer Anlage für die Ermittlung der Höhe der Einspeisevergütung entscheidend. Ist diese Höhe ermittelt, gilt sie laut Gesetz für 20 Jahre zuzüglich des Inbetriebnahme-Jahres als festgelegt. Vor allem von den Energieversorgern sind Versuche unternommen worden, das EEG sowohl national- als auch europarechtlich auszuhebeln, was jedoch in keiner Weise gelungen ist. Sollten sich hier unerwarteter Weise dennoch Änderungen ergeben, dürfte dies nur unter der Voraussetzung eines Bestandsschutzes – ähnlich wie beim Kohlepfennig, der nicht zurückbezahlt werden musste – möglich sein.

Das heißt: Der Betreiber einer PV-Anlage darf mit menschenmöglicher Sicherheit davon ausgehen, dass die ihm zugestandene Einspeisevergütung sich über den garantierten Zeitraum – derzeit 20 Jahre, Status Frühjahr 2010 – nicht ändern wird.

Ist es möglich die Nordseite meines Daches zu belegen?

Solarstrom lässt sich überall erzeugen, nicht nur auf Süd-Dächern oder Ost-West-Dächern. Auch die Nordseite eines Hauses ist durchaus für die Solarstromproduktion geeignet. Wurde vor Jahren noch eine Solaranlage auf Süd-Dächern installiert, sind es zunehmend Ost-und-West-Dächer aber auch Nord-Dächer die umweltfreundlichen Sonnenstrom produzieren. Zudem ist die Nordseite kühler und damit der Temperaturkoeffizient der Solarmodule besser. Gerade bei diffusem Licht und an trüben Tagen zeigen Nord-Anlagen was sie können. Richtig installiert und berechnet sorgen Solar-Nordanlagen kontinuierlich für Strom zum Eigenverbrauch.

Nord-Dächer sind durchaus geeignet um Strom fürs Haus zu erzeugen. Der Eigenstromanteil ist recht beträchtlich und entspricht ca. 60% des Südanteils.

Rentiert sich eine Belegung des Nord-Daches?

Es ist durchaus rentabel, sein Nord-Dach zu belegen. Noch besser wäre es, wenn man den auf der Nordseite gewonnenen Strom zusätzlich mit einem Speichersystem ergänzt. Die Kosten für eine Nordseitenanlage sind in etwa so, wie auf der Südseite. Photovoltaikanlagen an Nord-Dächern sind also durchaus eine Alternative und rechnen sich ebenso, wenn der Strom im eigenen Haus oder Industriegebäude benötigt wird.