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2018: Erfolgreiches erstes Halbjahr für erneuerbare Energien

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 23. August 2018

Die ersten sechs Monate des Jahres 2018 waren sehr positiv für die Branche der erneuerbaren Energien: Es gab einen Zuwachs von zehn Prozent verglichen zum Vorjahr. Einen bitteren Beigeschmack hat die Thematik trotzdem.

Rekordwerte durch starken Windkraft-Ausbau im vergangenen Jahr

Mit 117 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien sind wir in Deutschland bereits auf einem guten Weg bei der Energiewende. Zehn Milliarden Kilowattstunden wurden dieses Halbjahr zusätzlich gewonnen, verglichen zum selben Zeitraum im Jahr 2017. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) veröffentlichte kürzlich ihre Daten zu diesen Entwicklungen auf dem Markt. Der Grund für sie ist der Ausbau von Windenergie, der in den vergangenen Jahren sehr stark war. Auch geeignete Witterungsbedingungen sind in einem großen Maß für die Zahlen verantwortlich. Der größte Teil der zusätzlichen Erträge wurde durch stürmisches Wetter im Januar erzeugt. Der erste Monat des Jahres sorgte für Windstromerträge im Umfang von 15 Milliarden Kilowattstunden. Im Vergleich zum Januar 2017 bedeutet das sieben Milliarden Kilowattstunden Windstrom mehr. Somit wurden 70 Prozent des Plus bereits im Januar gewonnen.

 

Windkraft liefert größten Anteil an erneuerbaren Energien

Die Windenergie trug mit insgesamt 117 Milliarden Kilowattstunden nahezu 50 Prozent der regenerativen Energie bei. 22 Prozent lieferte die Stromerzeugung aus Biomasse und 20 Prozent Strom stammt aus Photovoltaik-Anlagen. Wasserkraftwerke konnten einen Anteil von neun Prozent beitragen. Die Geothermie erzeugte 0,1 Milliarden Kilowattstunden und damit weniger als ein Prozent.

 

Starker Rückgang bei Zubau von Windkraftanlagen

Einen negativen Beigeschmack birgt allerdings der rückläufige Ausbau der Windkraftanlagen. Während er die vergangenen Jahre zwar verstärkt vorgenommen wurde, ging der Ausbau im ersten Halbjahr 2018 wieder stark zurück. Es wurden in diesem Zeitraum 1.633 Megawatt neu installierte Windenergieleistungen verzeichnet. Im Vorjahr waren es noch 2.880 Megawatt und damit ca. 43 Prozent mehr Anlagen für erneuerbare Energien. Die Ursache für den starken Rückgang des Windkraftanlagenausbaus in der ersten Jahreshälfte könnte ein Vorzieheffekt aufgrund des Erneuerbaren Energien-Gesetzes im Vorjahr gewesen sein. Wegen geringerer Vergütungssätze ab dem 1. Januar 2018 für alle Windenergieanlagen, die nicht durch Ausschreibungen bezuschlagt werden, wurden 2017 noch rasch zahlreiche Anlagen gebaut. Da der Ausbau vieler Anlagen dadurch quasi vorgezogen wurde und nun etwas weniger lukrativ durch das neue EEG erscheint, sinken die Zahlen aktuell.

 

Ausbau von Solarstrom steigt leicht

Während der Zubau von Windkraftanlagen rückläufig ist, gibt es auf dem Solarstrom-Markt etwas erfreulichere Nachrichten: der Ausbau steigt wieder leicht und liegt bei zwischen 2.400 und 2.600 Megawatt pro Jahr. Das ist mehr als in den Vorjahren verzeichnet werden konnte. Trotzdem schreitet der aktuelle Ausbau der Solarstromanlagen noch weit langsamer voran als er müsste, um die Klimaziele 2030 und die Energiewende zu erreichen. Bis 2030 sollen 65 Prozent der Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien erfolgen. Aktuell beträgt der Anteil erneuerbarer Energien im gesamten Stromsektor noch 36,2 Prozent. Um die Ziele zu erreichen, müssten also Wind- und Solarkraftanlagen wieder stärker ausgebaut werden und der Zuwachs dürfte nicht rückläufig werden.