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Energiewendepläne der deutschen Bundesregierung

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 19. Juli 2018

Der Klimawandel schreitet unübersehbar voran und bewirkt zahlreiche Veränderungen auf der Erde. Um diesem Prozess Einhalt zu gebieten, hat die Bundesregierung in Deutschland einen Plan zur Energiewende erstellt.

Darum geht es in der Energiewende

In Deutschland steht hinter dem Begriff „Energiewende“ das Vorhaben, von klassischen fossilen Brennstoffen und Kernenergie auf erneuerbare Energien umzusteigen. Fossile Energien stammen aktuell hauptsächlich von Stein- und Braunkohle. Ersetzt werden soll alles durch saubere umweltfreundliche Energie, die von Sonnen-, Wind- und Wasserkraft erzeugt wird. Die Ziele dahinter: Verlangsamung des Klimawandels durch die Reduzierung von CO2 –Emission und Unabhängigkeit von fossilen und begrenzten Ressourcen. Um auch die Risiken durch radioaktiven Abfall und Reaktorunfälle zu minimieren, sollen Kernkraftwerke allmählich abgeschafft und auf Kernenergie insgesamt verzichtet werden. Um diese Ziele zu erreichen, haben zahlreiche Länder weltweit Pläne erstellt, in denen sie Ihre Klimaziele für die Zukunft festlegen.

 

Status quo auf dem Weg zur Energiewende

Bislang wurden in Deutschland bereits umfangreiche Maßnahmen zur Umstellung auf saubere Energien und für den Klimaschutz umgesetzt. Beispielsweise ist durch den anhaltenden Ausbau von Wind- und Solarkraftanlagen der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 31,6% auf 36,2 % (2017) gewachsen. Auch im Bereich der Privathaushalte steigt die Anzahl von Solaranlagen immer stärker.

Da bei der Energiewende gerade Energieeffizienz eine große Rolle spielt, müssen Gebäudeinhaber sogenannte Energieausweise vorweisen. Auch auf elektronischen Geräten muss mittlerweile der tatsächliche Verbrauch ausgewiesen sein, um ineffiziente Geräte auch als solche besser erkennbar zu machen. Verbraucher sollen zu jeder Zeit wissen, was wie viel Strom benötigt.

Für die Abkehr von der Kernenergie sollen nacheinander alle Kernkraftwerke bis Ende 2022 abgeschaltet werden. Zuletzt wurde Ende 2017 der Block B des Werkes in Gundremmingen abgestellt. Insbesondere der gravierende Reaktorunfall im japanischen Fukushima hat die Anti-Atomkraft-Idee bestärkt.

 

Ziel: Bis 2050 80 Prozent umweltfreundlichen Strom

Die deutsche Bundesregierung hat bezüglich der Energiewende weitere Maßnahmen geplant, die helfen sollen, das Ziel bis 2050 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu beziehen, zu erreichen. Der Ausbau der Wind- und Solarkraftanlagen soll weiterhin verstärkt stattfinden. Um die Energieversorgung trotz schwankender Wetterverhältnisse ebenso stabil zu halten wie mit der herkömmlichen Energie aus fossilen Brennstoffen und Kernkraft, wird zusätzlich an verbesserten Speichermöglichkeiten geforscht.

Alle herkömmlichen Kernkraftwerke sollen bis spätestens 2022 abgeschaltet werden. Ende 2019 ist dies für das Werk Philippsburg 2 geplant und 2021 für die Werke Grohnde, Gundremmingen C und Brokdorf. 2022 sollen die letzten und jüngsten drei Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim folgen.

Die Zukunft des Kohleausstiegs sieht wiederum noch unklar aus. Die Aussagen der Regierung zu diesem Thema sind im Koalitionsvertrag der Groko 2018 nur sehr vage formuliert und lassen keine starken zukünftigen Änderungen erkennen. Viel kritisiert werden ebenso die mangelnden Taten beim Thema CO2-Besteuerung und Stromsteuern. Bei beiden Themen sind Weiterentwicklungen kaum zu spüren beziehungsweise stagnieren. Und das, obwohl ein wichtiges Ziel für den Klimaschutz die Reduktion um 55 Prozent weniger Treibhausgase – verglichen mit dem Jahr 1990 – bis 2030 ist.

 

Herausforderungen der deutschen Energiewende

Trotz zahlreicher Pläne über Ziele und Maßnahmen bei der Energiewende steht die Regierung zwei zentralen Herausforderungen gegenüber: dem unbeständigen deutschen Wetter und dem bislang unzureichenden Stromnetzausbau. Während gerade südliche Länder von verlässlichen Sonnenstunden profitieren können, ist das Wetter in Deutschland zwar häufig ausreichend für die Wind-, Wasser- und Solaranlagen, aber eben nicht hundertprozentig. Da aber eine kompromisslos funktionierende Energieversorgung entscheidend ist, muss weiterhin an sicheren Speichermethoden und stärkerer Effizienz beim Verbrauch geforscht werden.

Der weitere Ausbau intelligenter Stromnetze, die an den „grünen Strom“ angeschlossen sind, ist ebenfalls noch ein großes Thema in Deutschland. Es kann beim Ausbau noch nicht annähernd von flächendeckenden Dimensionen gesprochen werden.

 

Investitionsförderungen für Öko-Stromlieferanten durch den Bund

Wer daran interessiert ist, beim eigenen Stromverbrauch auf erneuerbare Energien umzusteigen und eine eigene Solaranlage beispielsweise auf dem eigenen Hausdach zu installieren, kann dafür Zuschüsse und Unterstützung durch den Staat erhalten. Auch bei der Neuinstandsetzung alter Gebäudefassaden in energieeffizientere Varianten, bietet das KfW-Gebäudesanierungsprogramm entsprechende Zuschüsse und Darlehen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen fördert zeitgleich, das eigene Heim mit erneuerbarer Energie – beispielsweise Solarthermen oder Pelletheizung – zu heizen.

Auch die Umstellung auf E-Autos wird bereits mit Umtauschprämien bis zu 4.000 Euro belohnt. Zudem können sich die Fahrer von E-Autos auf einige Jahre KFZ-Steuerbefreiung freuen.

 

Fragen auch Sie sich, ob eine Solaranlage für Sie in Frage kommt? Wir beraten Sie gerne und klären Sie über sämtliche Förderungsmodelle auf.