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Mieterstrom – sauber, günstiger und staatlich gefördert

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 27. September 2018
Mieterstrom ist spätestens seit dem neuen Förderungsgesetz aus dem Sommer 2017 ein größeres Thema bei der Energiewende geworden. Der lokalerzeugte Mieterstrom hat zahlreiche Vorteile für Vermieter und Mieter.

 

Mieterstrom: Vom Dach in die eigenen vier Wände

Eine dezentrale Stromerzeugung, die zur direkten lokalen Energieversorgung dient – darum geht es bei dem Konzept des Mieterstroms. Die Idee dahinter ist denkbar einfach: Der Vermieter installiert eine Anlage, die mithilfe erneuerbarer Energien direkt am Gebäude grünen Strom erzeugt. Die Mieter können diesen Strom zu günstigen Konditionen nutzen. Bevor der Strom jedoch bei den Mietern ankommt, kauft ein Stromversorger ihn vom Vermieter an und zahlt diesem eine Rendite aus, die höher liegt als der Gewinn durch eine Einspeisung ins öffentliche Netz würde. Danach beliefert der Stromversorger alle Mieter im Gebäude, die bei ihm Kunde sind, mit dem Mieterstrom.

 

Ein neues Geschäftsmodell für Vermieter

Zunächst scheint es als würden die Aufwände einer Installation und Einrichtung einer Solarstromanlage ihrem Nutzen für den Vermieter nicht gerecht. Das stimmt so aber nicht. Natürlich muss der Vermieter zunächst Investitionen in die Anlage tätigen und die Belieferung seiner Mieter organisieren. Trotzdem gibt es überzeugende Vorteile für ihn. Der erste wäre die Wertsteigerung der Immobilie. Durch eine Solarstromanlage wird ein Gebäude zum Ökohaus und damit durchaus wertvoller auf dem Immobilien-Markt. Auch für potenzielle Mieter wird das Objekt attraktiver, da ihnen günstiger und umweltfreundlicher Mieterstrom geboten wird. Bis zum neuen Förderungsgesetz, das im Sommer 2017 beschlossen wurde, argumentierten Kritiker häufig, die Einnahmen aus dem Stromverkauf seien aufgrund der Abgaben und Steuern zu gering. Betreiber solcher Anlagen gelten steuerrechtlich als Unternehmer. Seit dem neuen Förderungsgesetz werden Vermieter jedoch bezuschusst, um den Mieterstrom auch für sie lukrativ zu gestalten.

 

Günstiger Umweltschutz für Mieter

Die größten Vorteile des Mieterstroms für Mieter sind die Kosteneinsparungen und der Umweltschutz. Ohne zusätzliche Aufwände können sie den Ökostrom beziehen, denn die Bestellung beim Stromversorger funktioniert wie bei konventionellem Strom. Sie müssen lediglich den Versorger auswählen, der den Mieterstrom angekauft hat. Da der Strom nicht ins öffentliche Netz eingespeist werden musste und Teile der Abgaben entfallen, ist er deutlich günstiger als üblicher Strom. Die Mieter zahlen mindestens zehn Prozent weniger als der Preis in der Grundversorgung wäre – dieser Wert wurde gesetzlich festgelegt, um den Mieterstrom auch für Mieter immer attraktiver zu machen. Neben den Kosteneinsparungen wird gleichzeitig viel für den Umweltschutz getan. Es kann im Gebäude fast nahezu auf Energie, die durch den Einsatz fossiler Ressourcen entstanden ist, verzichtet werden. Wird es aufgrund der Wetterlage doch mal eng mit dem Stromertrag, fügt der Stromversorger automatisch konventionellen Strom zum üblichen Preis hinzu. Die Versorgung ist also zu jeder Zeit gesichert. Wird zu viel Energie erzeugt, wird diese automatisch in das öffentliche Netz eingespeist.

 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017)

Das neue EEG 2017 gewährt allen Solaranlagenbetreibern einen Zuschuss für Mieterstrom, wenn dieser durch erneuerbare Energien direkt am Gebäude erzeugt wurde. Diese Zuschüsse sind jedoch beschränkt: Es sind jährlich insgesamt 500 Megawatt Energie förderfähig. Die Zuschüsse orientieren sich an den Einspeisevergütungen abzüglich der Abschläge.

 

Achtung: Vermieter dürfen es den Mietern nicht zur Bedingung machen, den Mieterstrom zu nutzen. Der Bezug muss freiwillig erfolgen und darf nicht Teil des Mietvertrags sein. Ebenso gibt es Preisobergrenzen, die sich an den zehn Prozent Differenz zum Grundversorgungstarif orientieren.

 

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