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Photovoltaik‐Module zum Ausdrucken

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 24. Mai 2018

Solarzellen aus dem Drucker? Was zunächst nach einem Scherz klingt, ist mittlerweile Realität. Die ausdruckbare Photovoltaik-Folie soll für noch mehr Flexibilität in der Solarstrom-Gewinnung sorgen.

Aufs richtige Grundmaterial kommt es an

So soll es funktionieren: Solarzellen werden über herkömmliche Drucker auf übliches Papier gedruckt und produzieren Strom. Als eine noch flexiblere und beständigere Variante gilt die ausdruckbare Photovoltaik-Folie. Zahlreiche Firmen, Unis und Wissenschaftler versuchten sich bereits an ihr. Einige von ihnen scheiterten an der nötigen Beschaffenheit der Photovoltaik-Folie. Um sie tatsächlich flexibel einzusetzen, muss die Folie sehr stark biegsam und robust sein.

Bis zu 100 Meter lange Folienabschnitte

Auch österreichische Forscher stellten sich dieser Herausforderung und entwickelten eine Photovoltaik-Folie zum Drucken. Ähnlich dem Zeitungsdruck werden hier die benötigten Funktions-Schichten für die Solarzellen nach und nach auf Folienrollen gedruckt. Genutzt wird kristallines Halbleiterpulver, das aus einer Materialien-Mischung unter anderem aus Zinn, Zink, Selen und Kupfer hergestellt wird. Insbesondere der Kleber ist dabei wichtig. Er sorgt für die nötige Flexibilität, indem er gleichermaßen stabil wie biegsam ist. Hier konnten die österreichischen Wissenschaftler eine Lösung finden. Inzwischen ist es möglich, bis zu 100 Meter lange Folienabschnitte zu drucken.

Solar-Strom to go durch Solarzellen zum Drucken

Die Photovoltaik-Folie bietet mindestens zwei Vorteile: Sie ist günstig in der Herstellung, da aktuell minütlich bis zu 40 Meter der Folie hergestellt werden können und die Materialien sehr kostengünstig sind. Der zweite große Pluspunkt ist die flexible Anwendungsmöglichkeit. Wo große Photovoltaik-Module unvorteilhaft oder ganz einfach nicht einsetzbar sind – bei ausgefallenen Häuserformen zum Beispiel – kann die Photovoltaik-Folie jetzt zum Einsatz kommen. Durch sogenannte Dünnschicht-technologien ist es möglich, auch aus ungewöhnlichen Gebäuden Energiehäuser zu machen. Gedruckte Solarzellen können einfach in die Fassade integriert werden. Aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer Formbarkeit kann die Folie auch auf Autos, als Segel und sogar bei Gebrauchsgegenständen wie Rucksäcken angewendet werden.

Günstiger Strom für Krisengebiete

Die Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik-Folie sind zahlreich. Während Privatpersonen ihre Häuserfassaden, Garagen, Autos und mehr mit der stromerzeugenden Folie ausstatten können, sind Unternehmer in der Lage, ihre Firmengebäude leicht zu Energiegewinnern aufstocken. Da Material und Herstellung günstig sind, bieten sich die Solarzellen zum Drucken aber auch für benachteiligte Bevölkerungsgruppen oder sogar die Versorgung von Krisengebieten an. Jene, die von der üblichen Stromversorgung ausgeschlossen sind oder die nötigen Mittel dazu nicht aufbringen können, haben mit der Photovoltaik-Folie die Möglichkeit, trotzdem eigenen Strom zu nutzen. Übliche Photovoltaik-Anlagen werden bereits als nachhaltige Entwicklungshilfe in einigen Flüchtlingslagern eingesetzt. Die Solarfolie bietet Potenzial, diese Hilfen in solchen Anwendungsgebieten zu verstärken.