<img height="1" width="1" style="display:none" src="https://www.facebook.com/tr?id=174535646460270&amp;ev=PageView&amp;noscript=1">

Regeln zum Austausch von Photovoltaikmodulen

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 06. September 2018

Eine Photovoltaikanlage ist durch ihre Position bestimmten Risiken ausgesetzt. Dadurch kann sie Schaden nehmen und muss eventuell erneuert werden. Vor dem Austausch von Modulen müssen Sie diese Regeln beachten.

Das schwächste Glied bestimmt die Leistung

Die Module von Photovoltaikanlagen sind zwar grundsätzlich stabil, aber auch sie können nach schweren Stürmen oder Hagelfällen beschädigt werden. Manchmal ist es aber auch ganz einfach die Zeit, die die Leistung der Module schwinden lässt. Auch für Diebe ist der Verkauf der Photovoltaikmodule mittlerweile ein lukratives Geschäft geworden. Alle dieser Szenarien bieten Anlass, die beschädigten Photovoltaikmodule auszutauschen, bzw. zu ersetzen. Wird das nicht getan, vermindert sich die Leistung der gesamten Anlage. Das schwächste Modul bestimmt die Maximalleistung der Modulkette, mit der es verbunden ist. Wer also auf Dauer nicht auf geringere Solarstromerträge kommen möchte, tauscht die schwachen Photovoltaikmodule aus.

 

Photovoltaikanlagen: Nenn- vor Einspeiseleistung

Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, dürfen Photovoltaikmodule nur dann ausgetauscht werden, wenn sie beschädigt oder gestohlen worden sind. Ist das der Fall, sollte das dem Netzbetreiber gemeldet werden. Die Problematik besteht darin, dass die Leistung der Solaranlage nicht über den Wert steigen darf, der bei der Anmeldung angegeben wurde. Da neue Module jedoch meist über eine höhere Leistungsfähigkeit verfügen, ist ihr Einsatz problematisch. Natürlich könnte jetzt argumentiert werden, dass sich der Modulstrang am schwächsten und nicht am stärksten Modul orientiert, allerdings gilt für die EEG die Nenn- und nicht die tatsächliche Einspeiseleistung.

 

So brechen Sie keine EEG-Regeln

Die Herausforderung, die zuvor angegebene Nennleistung nicht zu überschreiten, kann umgangen werden, indem:

  1. die Anlage mit den neuen Modulen neu angemeldet wird. Der Nachteil an diesem Vorgehen ist allerdings, dass die Einspeisevergütung dann den aktuellen Werten angepasst wird und nicht alte Vereinbarungen dazu übernommen werden können. Sie können also schlechtere Konditionen bekommen.
  2. die einzelnen kaputten Module durch ältere Gebrauchte ersetzt werden, die dieselbe Nennleistung haben. Dadurch verändert sich nichts. Es könnte jedoch schwierig sein, die passenden Module zu finden.
  3. einzelne Module weggelassen werden, damit der Wert den angegebenen Maximalleistungssatz nicht übersteigt. Diese Alternative ist jedoch schwierig für Ästhetiker, da das Fehlen einzelner Module natürlich die Außenwirkung der Solaranlage beeinflusst.

 

Mehr Freiheiten für Eigenverbraucher

Nutzen Sie Ihre Solaranlage um Ihren eigenen Strombedarf zu decken, sind die Regelungen zum Austausch von Photovoltaik-Modulen Ihnen gegenüber etwas freundlicher. Sie dürfen problemlos neue Module einsetzen, die eine höhere Leistung haben, solang diese nicht mehr als 30 Prozent zusätzliche Leistungsfähigkeit vorweisen können.

Sind Sie bereits Betreiber einer Solaranlage und speisen die Erträge bislang nur ein, lohnt es sich allein aus diesem Grund bereits über die Umstellung auf Eigenverbrauch nachzudenken. Die Einspeisevergütung ist mittlerweile recht stark gesunken und durch die Umstellung auf eigenen Solarstrom können sie größere Summen jährlich einsparen. Auf den Risikofall, kaputter Photovoltaikmodule, sind Sie dadurch ebenfalls bestens vorbereitet.

 

Wir können Sie zu allen Themen rund um Solarstrom und Photovoltaikanlagen beraten. – Vereinbaren Sie einen Termin zu einem unverbindlichen Gespräch.