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Solardachziegel – die subtile Art der Solarstrom-Gewinnung

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 11. Oktober 2018

Optisch ändert sich durch klassische Photovoltaik-Module schnell das Gesamtbild eines Gebäudes. Eine unauffälligere Solarstrom-Gewinnung ermöglichen Solardachziegel.

Startschwierigkeiten: Zunächst zu teuer und ineffizient

Solardachziegel sind die optisch dezente Alternative zu normalen Photovoltaikmodulen. Sie kommen meistens dann zum Einsatz, wenn das Erscheinungsbild eines Gebäudes beibehalten werden soll. Denn Solardachziegel wirken von außen wie eine ganz gewöhnliche Dachverkleidung.

Es gibt sie bereits seit einigen Jahren, jedoch konnten sie sich bislang nicht auf dem Solarenergie-Markt durchsetzen. Insbesondere das Preis-/Leistungsverhältnis stellte in der Vergangenheit ein großes Hindernis dar: Obwohl Solardachziegel in der Regel sehr teuer in der Anschaffung waren, konnten sie bei der Leistung nicht überzeugen und lieferten verhältnismäßig geringe Solarstromerträge. Durch den ausbleibenden Erfolg zogen sich zahlreiche Hersteller von Solardachziegeln aus dem Geschäft zurück.

 

Solardachziegel wieder auf dem Vormarsch

Doch zuletzt sorgten neueste Entwicklungen auf dem Markt der Erneuerbaren Energien für eine regelrechte Renaissance der Solardachziegel. Vor allem Verbesserungen bei den Materialien erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von Solardachziegeln. Insbesondere der niederländische Hersteller ZEP und das amerikanische Unternehmen Tesla sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Während ZEP Solarzellen in übliche Dachziegel integriert, nutzt Tesla Solardachziegel auf Glasbasis. Für deren Stabilität bürgt das Unternehmen mit einer Garantie, die so lange gilt, wie das betroffene Gebäude existiert. Selbst Hagelschläge und Co. beschädigen die Anlage nicht. Die neuesten Varianten der Solardachziegel gibt es in unterschiedlichen Designs. Einige unterscheiden sich optisch kaum von herkömmlichen Ziegeln, während andere sehr modern wirken. Es existieren diverse Varianten, beispielsweise in Schiefer- oder Terrakotta-Optik. In Bezug auf ihre Leistungsstärke können Solardachziegel längst mit den klassischen Modellen mithalten. Kostenintensiv in der Anschaffung sind sie aber immer noch.

 

Denkmalschutz und Stadtbildpflege sind kein Hindernis mehr

Aufgrund der Regelungen einzelner Städte und Gemeinden war es einigen Hausbesitzern bislang nicht erlaubt, Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern zu installieren. Auch Gebäude, die unter Denkmalschutzstehen stehen, waren vom Verbot betroffen. Übliche Solaranlagen würden die Optik der historischen Häuser gravierend verändern, so die Begründung. Dank der neuen Solardachziegel stellen diese Verbote und Regelungen kein Hindernis mehr dar. Selbst Fachwerkhäuser können somit zu Ökohäusern umfunktioniert werden, ohne ihren historischen Charakter dabei nennenswert zu verändern.