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Solarenergie: Ganze Dörfer werden unabhängig von klassischen Stromversorgern

Erstellt von: Energiesysteme 360° am 05. Juli 2018

Eigenen, sauberen Strom herzustellen liegt absolut im Trend. Ganze Dörfer gehen nun dazu über, sich mit eigenem Solarstrom vom klassischen Stromversorger unabhängig zu machen.

Solaranlagen – viele Einsatzmöglichkeiten und große Chancen

Photovoltaik-Anlagen stehen immer häufiger auf ganzen Firmengebäudekomplexen, landwirtschaftlichen Feldern und auf Dächern von Privathaushalten. Sie produzieren umweltfreundlichen, sauberen Strom und bieten enormes Kosteneinsparpotenzial. Auch die Energie-Versorgung von Camps für Geflüchtete und Notleidende hat einen sehr hohen Stellenwert im Bereich der Solarenergie.

Die Einsatzmöglichkeiten für Photovoltaik-Anlagen weiten sich aktuell stark aus. Diese Chancen nutzen nun ganze Dörfer auch in Europa für sich und stellen Ihre Energieversorgung auf eigenproduzierten Solarstrom um.

 

Großes Potenzial für Solarstrom in Afrika

Insbesondere afrikanische Länder sind häufig attraktiv als Standort für Solarstrom-Dörfer. Denn zahlreiche Regionen sind noch nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und stehen aufgrund mangelnder Infrastrukturen vor großen Herausforderungen. Deswegen wurden hier bereits vor einigen Jahren Großprojekte gestartet, die an der Schaffung von Solarstrom-Dörfern arbeiten. Ein beispielhaftes Projekt gibt es im nigerianischen Dorf Amaloul. Dort setzen die Menschen auf Container-Solaranlagen, um ihre landwirtschaftlichen Tätigkeiten, die Schule und handwerkliche Betriebe mit Energie zu versorgen. Bei den Solar-Containern handelt es sich um mobile Solaranlagen, die meist schlüsselfertig angeliefert werden und alle technischen Bestandteile beinhalten. Das Projekt in Amaloul hat das Ziel, in den nächsten zehn Jahren über 500 weitere Solardörfer zu realisieren.

 

Erfolgreiches Beispiel aus Schweden

Simris, ein Dorf im Süden Schwedens, hat seine gesamte Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt. Durch die Kombination von Photovoltaik- und Windkraftanlagen, intelligente Speicherung von überschüssigem Strom und dem Einsatz von Wärmepumpen und Controlling-Systemen, ist das Dorf bei der Stromversorgung autark. 140 Haushalte können mit modernster Technik in Echtzeit ihren aktuellen Strombedarf, -verbrauch und den Solarstromertrag abrufen und alles dezentral steuern. Simris ist aber nur ein Beispiel für zahlreiche Dörfer und Gemeinden, die auf saubere Energie setzen. Auch in Deutschland beginnt dieser Trend in kleinerem Stil.

 

Erneuerbare Energien in deutschen Städten und Dörfern

Gemeinschaftlich genutzte Solaranlagen sind in vielen deutschen Regionen ebenso keine Seltenheit mehr. Größere Gebäude wie Grundschulen oder Ämter sind mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet. Darüber werden öffentliche Einrichtungen mit grünen Strom versorgt und/oder lukrative Einnahmen für städtischen Haushalte erzielt.

 

Solardörfer: Für Schwellenländer und Industriestaaten eine Chance

Während die Umstellung auf Solarenergie für immer mehr Schwellen- und Entwicklungsländer eine echte Lösung für ihre Versorgungsproblematiken darstellt, tun sich einige Industriestaaten immer noch schwer mit dem grünen Strom. Afrikanische, arabische und auch europäische Länder wie Nigeria, Iran oder Rumänien, die noch nicht vollständig an ein intaktes Stromsystem angeschlossen sind, tätigen hier hingegen große Investitionen. In Italien, Portugal und Deutschland standen Investoren jedoch längere Zeit vor bürokratischen Hürden, die allmählich abgebaut werden. Der vermehrte Ausbau von europäischen Solardörfern wird also vermutlich in Zukunft stark steigen. Während Schwellenländer durch den Einsatz von Solaranlagen eine bessere Versorgung ihrer Bürger gewährleisten können, haben Industriestaaten die Chance, ihre Klimabilanzen auf wirtschaftliche Art zu verbessern und dadurch den Klimawandel zu entschleunigen.

Haben Sie Fragen zur Ausstattung Ihrer öffentlichen oder privaten Einrichtungen mit einer Photovoltaik-Anlage oder den geeigneten Fördermitteln und –stellen, helfen wir Ihnen sehr gerne weiter. Kontaktieren Sie uns jetzt für eine Beratung.